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Die sogenannte Burgundische Hochzeit zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Maximilian I. und Maria von Burgund legt den Grundstein für ein Reich, das riesige Gebiete rund um den Globus umfasst.
Die erfolgreiche Heiratspolitik der Habsburger im 15. Jahrhundert führt zur Teilung des Hauses Österreich in eine spanische und eine deutsche Linie, die gemeinsam über ein Reich herrschen, von dem Kaiser Karl V. gesagt hat, dass in ihm die Sonne niemals untergeht.
Folge 3 der TV-Reihe „Die Habsburger in Europa“ widmet sich den geopolitischen Folgen der burgundischen Hochzeit und der strategisch bedeutsamen Verheiratung von Maximilians Kindern, Margarete von Österreich und Philipp dem Schönen mit den Kindern der spanischen Herrscher Ferdinand von Aragon und Johanna von Kastilien. Die beiden Söhne von Philipp dem Schönen und Johanna von Kastilien, werden später zu römisch-deutschen Kaisern Karl V. und Ferdinand I. gewählt. Als römisch-deutscher Kaiser und spanischer König ist Karl V. viel auf Reisen, sowohl im Reich als auch in Spanien. Der Film folgt seinen Spuren von Madrid über Toledo nach Granada, wo in der Alhambra arabische Baukunst und italienische Renaissance einander eindrucksvoll ergänzen. Eine weitere Station ist das Kloster von Yuste im Westen Spaniens. Karl hatte den entlegenen Ort gewählt, um hier, frustriert von den Entwicklungen seiner Zeit und schwerkrank, sein Leben zu beschließen.
Ein Abstecher führt auch nach Segovia, wo Karls Sohn, der spanische König Philipp II., um die Mitte des mit Hilfe von Fachleuten aus Tirol eine Münzprägestätte errichten ließ. Ein Teil des Goldes und Silbers aus den spanischen Vizekönigreichen in der Neuen Welt wurde im Hafen von Sevilla entladen und in Segovia zu Münzen geprägt. Eindrucksvoll ist auch die gigantische Klosteranlage des Escorial, die Philipp II. errichten ließ.
Der Film begleitet auch den britischen Habsburg-Kenner und Autor Simon Winder auf seiner Reise durch Österreich. Seine Spurensuche führt ihn zunächst in das Haus-, Hof- und Staatsarchiv, wo die bedeutendsten Urkunden zur Geschichte der Habsburger aufbewahrt werden. Weiter geht es in das Zeughaus nach Graz, die weltweit größte Sammlung historischer Waffen aus dem 16. Jahrhundert.
Die Zeit der Religionskriege und der konfessionellen Spaltung zeigt sich auch am Beispiel der Familie Khevenhüller in Kärnten. Karl Khevenhüller, Burgherr von Hochosterwitz, führt Simon Winder durch die beeindruckende Burg und erzählt von seinem Vorfahren, Hans Khevenhüller, der Botschafter des römisch-deutschen Kaisers am spanischen Hof und ein Freund von Philipp II war. In Madrid führt uns Karl Khevenhüller zum Grab seines Ahnen und durch die gigantische Klosteranlage des Escorial, in der Hans Khevenhüller viel Zeit mit dem König verbrachte.
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