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Im Herzen der spanischen Hauptstadt Madrid liegt eine grüne Oase von Weltklasse: der Königliche Botanische Garten von Madrid. Der Gartenkomplex ist nicht nur ein wichtiges Erholungsgebiet inmitten einer geschäftigen Metropole, sondern auch eine bedeutende Sammlung botanischer Schätze.
Direkt neben dem Museo del Prado, im kulturellen Herzen Madrids, befindet sich der Eingang zum berühmtesten historischen Botanischen Garten der Stadt, dem Real Jardín Botánico de Madrid. Ursprünglich weit außerhalb der Stadt angelegt, hat die spanische Metropole im Laufe der Jahrhunderte nach und nach in den Garten hineingewachsen. Heute betrachten viele Madrileños den Garten als die grüne Lunge der Stadt und als Ort der Erholung. Für Wissenschaftler aus aller Welt ist er ein wichtiges Zentrum der botanischen Forschung mit einer fast 300-jährigen Tradition.
Die Folge der Serie „Royal Gardens“ ist eine Reise durch die faszinierende Geschichte des Gartens und seiner Sammlungen, die 1755 unter König Ferdinand VI. von Spanien gegründet und unter Karl III. an ihren heutigen Standort verlegt wurden. Guillermo Matamala, ein leidenschaftlicher Botaniker, führt die Zuschauer durch den auf vier Terrassen angelegten Garten und erklärt begeistert, welche Pflanzen von den großen Expeditionen spanischer Seefahrer im 18. Jahrhundert mitgebracht und hier zu Forschungszwecken gepflanzt wurden.
Einige Bereiche des Gartens mit ihren bisweilen strengen barocken Strukturen gehen auf seinen ursprünglichen Architekten Francesco Sabatini zurück, der sich wiederum an französischen Gärten orientierte. Später wurde die Anordnung der Terrassen nach evolutionären Prinzipien gestaltet. Besucher können auf einem botanischen Lehrpfad die Entwicklung der Pflanzen im Laufe der verschiedenen geologischen Epochen nachverfolgen und nachvollziehen. Das Spektrum reicht von Millionen Jahre alten Pflanzenarten wie Farnen und Schachtelhalmen bis hin zu den evolutionär jüngsten Pflanzen, den Palmen. Auf anderen Terrassen sind die Pflanzen nach ihrer Verwendung in der Medizin oder in der Küche geordnet.
Zu den weiteren Attraktionen des Real Jardín Botánico de Madrid gehören das Gewächshaus aus dem 19. Jahrhundert mit seiner Kaktussammlung und das Herbarium mit seiner Sammlung von Tausenden getrockneter Pflanzen und Samen aus drei Jahrhunderten. Alex Gomez, Leiter der Bonsai-Sammlung und selbst ausgebildeter Bonsai-Meister, ist besonders stolz auf seine botanischen Schätze. Die Sammlung, die er mit liebevoller Perfektion pflegt, ist mit mehr als 100 Exemplaren eine der größten und bedeutendsten der Welt. Im Film zeigt Alex Gomez, worauf es beim Beschneiden der Äste, Blätter und Wurzeln von Bonsais ankommt, damit eine Pflanze durch jahrelange Pflege zu einem Kunstwerk wird.
Der Königliche Botanische Garten von Madrid ist ein Zeugnis des menschlichen Entdeckergeistes, der wissenschaftlichen Forschung und der botanischen Vielfalt. Er ist aber auch einfach ein Ort, an dem man sich entspannen und tief durchatmen kann. Und sollte der König von Spanien jemals zu Besuch kommen, steht ihm ein spezielles königliches Tor zur Verfügung, das ausschließlich für ihn geöffnet wird.
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